Historisches

 

2016 eine Drahtanlage wurde komplett neu aufgebaut. Auf Anregung und Wunsch der Groitzscher Bürger testen wir erstmalig die Weinbereitung aus regionalem Obst. (Apfelwein)

 

2015 erfolgte die Beantragung von Fördermittel mit dem Ziel der besseren Begehbarkeit (Querterrassen)der Steillage des Weinberges, zusätzliche wurde die untere Einfassung (Gabionen) neu gestaltet. 

 

2014 trafen wir uns erstmalig mit zwei Interessierten, die den Weinberg an der Wiprechtsburg erhalten wollen. Es erfolgten erste Absprachen zu Ideen und möglichen Umsetzungen.

 

2012 nach Rückschlägen in vergangenen Zeiten wurde die Größe des Weinberges (511 qm) mit Keltertrauben auf das gesetzlich Maß (bis 100 qm) reduziert.  

 

Mitte der 90-er Jahre erfolgte die Neuanlage des historischen Weinberges durch die Stadtverwaltung auf Initiative des damaligen Bürgermeister Herrn Martin Hipp.

  

Weinberg Neuanlage Mitte der 90-er Jahre
Weinberg Neuanlage Mitte der 90-er Jahre
Weinberg Einzelpfahlerziehung Mitte der 90-er Jahre
Weinberg Einzelpfahlerziehung Mitte der 90-er Jahre

 

Bis in die 50-er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden die Burgterrassen für Gemüseanbau genutzt, die dann verwilderten.

 

Auf dem benachtbarten "Winzerberg" (heute Friedhof) stand bis in das 18. Jahrhundert das Winzerhaus, wo der Wein gekeltert wurde. Auf diesem Gelände wurde zu dem intensiver Obstanbau betrieben, z.B. werden im Jahre 1712: 172 Obstbäume, 98 Pflaumenbäume und 12 Pfirsichbäume aufgeführt.

 

Bis etwas 1775 wird au dem "Weinberg", wie der Burgberg Groitzsch auch bezeichnet wurde, Weinanbau betrieben. Veränderte meteorologische Bedingen und das zunehmende, einfachere Bierbrauen ließen den Weinbau weiter zurückgehen.

 

1628, auf Dillichs Zeichnungen von Groitzsch, sind Rebstöcke am Burgberg angedeutet.

 

1603 wird Jacob Gerwig als erster Groitzscher Winzer genannt.

 

1582 wurden "Weinberge zu Groitzsch" in den Lohn- und Zinsbüchern des Amtes Pegau genannt.

 

1557 belegten Pegauer Ratsstatuten den Weinanbau in Groitzsch.

 

Bereits 1522 lobte Luther bei seinen Besuchen in Borna den hiesigen Wein.

 

Ab dem 14. Jahrhundert wurde der Wein zum Allgemeingut des Volkes, also nicht mehr nur dem Adel und dem Mönchtum vorbehalten. Der Wein war noch vor dem Bier das wichtigste Getränk.

 

Bereits 1096 übergibt Wiprecht von Groitzsch dem Kloster Pegau mit als Erstausstattung 2 Weingärten. Die Rebkultur des Klosters diente für die Herstellung des Messweines und von Wein als tägliches Gebrauchsgut (Durststiller und Krankenpflege), auch nutzen die Mönche die Weinveräußerungen als günstige Einnahmequelle.

 

Die Einführung des Rebweinanbaues in unserer Gegend dürfte auf die Benediktiner Mönche
zurückzuführen sein.